Vorgestellt: Christiane Bäcker
Beim Stöbern auf der Internetplattform Fotocommunity stechen mir immer wieder mal Bilder ins Auge, die mich auf Anhieb ansprechen. Zum einen ist es die kreative Idee oder die Bildgestaltung, zum anderen die Art der nachträglichen Bearbeitung, die mich faszinieren kann. Christiane Bäcker ist eine der Personen, deren Bilder ich erhöhte Aufmerksamkeit schenke, weil sie eine oft sehr malerisch wirkende Bildbearbeitung in vielen ihrer Fotos umsetzt. Um euch auf Christiane und ihre “Artworks” aufmerksam zu machen, führte ich ein Interview mit ihr, welches ihr hier lesen könnt.
Hallo Christiane, magst du dich den Lesern zunächst kurz vorstellen?
Mein Name ist Christiane Bäcker, ich bin 50 Jahre alt, verheiratet und pendele zwischen NRW und Berlin, das auch meine Heimatstadt ist.
Seit wann fotografierst du und wie bist du zur Fotografie gekommen?
2005 habe ich mit einer kleinen Kompaktkamera meine ersten wackligen Schritte ins Fotoleben gemacht. In einem Grafikforum hab ich dann mit Freude diese Aufnahmen verbastelt. Intensiv fotografiere ich seit 2007. Zuerst noch mit einer Bridgekamera von Canon, die mir aber bald nicht mehr gereicht hat und so hab ich mir dann nach kurzer Zeit meine erste digitale Spiegelreflexkamera gekauft.
Fotografierst du analog oder digital – oder beides?
Da mein Mann auch fotografiert – analog und digital – und selbst entwickelt, fotografiere ich manchmal auch analog. Aber meistens eben doch digital. Ich bin ein Kontrollfreak und ziehe es vor, gleich zu sehen, was ich vor das Objektiv bekommen habe und wie ich es eventuell besser machen könnte.
Hast du dir alles selbst beigebracht oder Seminare, Kurse, eine Ausbildung oder ein Studium absolviert?
Ich bin Autodidakt und versuche stets alles nach dem Motto “learning by doing” zu bewerkstelligen. Für mein Bearbeitungsprogramm hab ich mehrere Workshops in verschiedenen Grafikforen absolviert.
Welcher Bereich der Fotografie inspiriert dich und welchem widmest du dich am meisten?
Ich bin auf keinen Bereich festgelegt, sondern für alle Motive und Genres offen. Im Moment hab ich meine “Modelphase”. *lacht*
Warum gerade der Modelbereich, was ist daran so inspirierend oder spannend?
Menschen im allgemeinen interessieren mich sehr. Ein Model nach meinen Vorstellungen zu positionieren und auszustaffieren und so eine Geschichte zu inszenieren, fasziniert und begeistert mich gleichermaßen. Dieses dann ansprechend und interessant aussehen zu lassen, ist eine weitere Herausforderung.
Stellst du dir selbst gezielte Aufgaben oder entwickelst du eigene Projekte?
Ich habe stets viele Ideen, die ich erst einmal eine Weile reifen lasse, bis ich sie dann in die Tat umsetze. So hab ich z.B. gerade ein Projekt fertig gestellt, mit dem ich schon lange gedanklich schwanger ging. Es ging mir hierbei darum ein Model als die Holly Golightly aus dem Film “Frühstück bei Tiffany” in verschiedensten Alltagsszenen im heutigen Berlin zu zeigen. Ein Projekt, das zwar ziemlich aufwändig war, mir aber auch riesig viel Spaß gemacht hat.
Mit welcher Software machst du deine Bildbearbeitung?
Ich arbeite mit Ulead PhotoImpact X3.
Wie bekommst du die malerischen Effekte bei vielen deiner Bilder zustande? Benutzt du Filter, Masken oder dergleichen oder ist das immer sehr individuell?
Meine Arbeit ist eine komplexe Mischung aus einer Art Illustrationstechnik, verschiedensten Filtern und Texturen und viel Dodge & Burn. Das ist wirklich immer sehr individuell und auch nicht jedes Bild ist gleich gut zu bearbeiten.
Weißt du schon beim Fotografieren, wie das Foto später bearbeitet aussehen soll?
Das hört sich zwar unglaublich an, aber ich weiß wirklich bei 70 % meiner Bilder schon , wie sie bearbeitet aussehen werden, den Titel und die passende Lyrik, die ich auch gerne mit meinen Bildern verbinde.
Was fällt Dir beim Fotografieren am Schwersten?
Geduld ist nicht meine starke Seite. So kann ich mir schlecht vorstellen, fünf Stunden in der Natur zu hocken um dort auf die ultimative Eisvogelaufnahme zu warten. Ich bin eher der spontane Mensch – wenn er mir dann zufällig vors Objektiv kommt – herzlich gerne. *grinst*
Finden wir dich und deine Fotos im Internet?
Meine Bilder findet man in der Fotocommunity und auch bei Deviantart – einer großen Plattform für Freunde der digitalen Bearbeitung aus der ganzen Welt.
Herzlichen Dank, Christiane. Weiterhin wünsche ich dir viel Spaß beim Fotografieren und dem Bearbeiten deiner Bilder!
Solltet ihr noch Fragen an Christiane haben, könnt ihr sie gerne über die Kommentarfunktion stellen. Christiane wird sicherlich hin und wieder reinklicken, um euch Antworten zu geben.






Hallo Jochen,
herzlichen Dank für dieses nette Interview !
Ich wünsche allen Lesern stets gutes Licht und immer das richtige Motiv im richtigen Moment
Lieber Gruß
Christiane