Vorgestellt: “Kompaktknipser” Benjamin Burat
Gut, wenn Fotografie Begeisterte auch mit bescheidenen und günstigen Mitteln arbeiten, damit tolle Bilder machen und diese der Öffentlichkeit nicht vorenthalten. Von Benjamin Burat las ich erstmals in einem Forum, vergaß aber später mir seine Website genauer anzuschauen. Kürzlich erinnerte mich Stefan Bäsmann daran und ich entschloss mich, Benjamin nach einem kleinen Interview zu fragen.
1. Magst du dich den Lesern einfach mal kurz vorstellen?
Wohnort Hamburg, dort bin ich auch 1972 geboren. Von Beruf war ich lange Jahre Weinfachverkäufer, jetzt arbeite ich als Barkeeper in einem Hamburger Szene-Club.
2. Seit wann fotografierst du und wie bist du zur Fotografie gekommen?
Seit 2007, angefangen mit “Hüftschüssen”. Mit meiner kleinen Digicam bin ich durch die Hamburger Schanze gelaufen und habe “Mädels geschossen” – natürlich rechtlich grenzwertig, habe aber nichts veröffentlicht oder verkauft. Dadurch kam die Idee für Shootings und habe einfach mal ein paar Mädels gefragt, ob sie Lust haben, Model zu spielen. Ab da lief das eigentlich von alleine.
3. Hast du dir alles selbst beigebracht oder Seminare, Kurse, eine Ausbildung oder ein Studium absolviert?
Ich bin Autodidakt, also “learning by doing”. Und ich hatte einen Kumpel, der mir gut zuriet: “Technik sei nicht so wichtig, wichtig ist der Spaß an der Sache. Wenn du den hast, kommt das auch auf den Bildern ‘rüber.” Recht hat er!
4. Du fotografierst nicht, wie die meisten ambitionierten Hobbyfotografen, mit einer Spiegelreflexkamera, sondern mit einer Kompakt- oder Bridgekamera. Warum wählst du gerade diese Geräte?
Das erklärt sich eigentlich schon oben. Und das habe ich dann wo weiterverfolgt, weil mir die Bildqualität einfach ausreichte. Jetzt aber mal mit einer Bridgekamera…
5. Welche Kameras setzt du genau ein?
Jahrelang fotografierte ich mit der Samsung ES55 Digitalkamera, jetzt mit der Fujifilm FINEPIX S2950.
6. Deinem Portfolio sieht man an, dass du gerne mit hellem Licht aber auch dunklen Schatten spielst. Was inspiriert dich dazu?
Auch das erklärt sich fast von selbst. Ich habe auch hier auf eine günstige Lösung gesetzt und mir im Baumarkt zwei Baustrahler gekauft. Damit mache ich das Licht. Da mir der Kontrast mit hell und dunkel sofort gefiel, bin ich dabei geblieben.
7. Fotografierst du lieber indoor oder outdoor?
Indoor bin ich wesentlich erprobter und dort gefallen mir die hell-dunkel Effekte gut. Außerdem komme ich leichter an Indoor- als an Outdoor-Locations.
8. Finden die Indoor-Aufnahmen in einem Studio statt oder bedienst du dich lieber eines Wohnraums?
Gerne Wohnraum, aber niemals bei einem ersten Shooting; frühestens beim dritten Mal. Für so etwas ist mir Vertrauen sehr wichtig. Wie eingangs erwähnt, bin ich Barkeeper in einem Hamburger Szene-Club. Dieser steht mir an Tagen ohne Veranstaltung als Studio zur Verfügung, dort sind auch die allermeisten Bilderserien entstanden.
9. Arbeitest du viel an deinen Bildern nach oder zeigst du sie lieber “out of Cam”?
Ich bearbeite die Bilder mit einem kostenfreien Programm, aber nur ganz wenig. Tendenziell erhöhe ich die Kontraste und bei Bedarf verstärke ich den Schatten. Pickel mache ich weg. Leberflecken und Ähnliches aber definitiv nicht. Natürlichkeit ist mir sehr wichtig.
10. Wo finden wir dich und deine Fotos im Internet?
Auf meiner Webseite unter www.goda-photography.de
Benjamin, herzlichen Dank für deine Zeit, die du dir für das kleine Interview genommen hast! Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Fotografieren, tolle Models für die Umsetzung deiner kreativen Ideen und viele Besucher auf deiner Website.










Da sieht man wieder: Ideen sind wichtiger als Technik. Danke für’s Vorstellen!
Technik kann begeistern – aber kein gutes Auge ersetzen.
cu
Holger
es muss nicht immer eine (sündhaft)teure Spiegelreflex sein. wie man sieht, lassen sich schöne Bildideen mit einfacheren Pocketcams problemlos umsetzen und da bietet der Markt für jeden kreativen “Knipser” die passende Kamera.