Servicewüste Deutschland
Ich glaube es nicht. Kaum ist meine digitale Kompaktkamera FujiFilm X10 aus dem Service auf Garantie vom Hersteller zurück, kommt eine E-Mail mit der Aufforderung, die Kamera an den Service einzusenden, damit sie auf den möglichen Blooming-Effekt hin untersucht werden kann.
Wie berichtet, hatte ich beim letzten Versand an FujiFilm ein Begleitschreiben mit der Bitte beigelegt, zusätzlich zum eigentlichen Grund die Kamera auf den Blooming-Effekt hin zu untersuchen. Beim Rückversand der gereinigten Kamera hat man keinerlei Wort dazu verloren. Das alleine empfand ich als nicht gut.
Auf die jetzige E-Mail vom FujiFilm Service Team bzgl. des Blooming-Effekts antwortete ich mit meinem Unmut und der Bitte um Klärung oder wenigstens einer Stellungnahme. Als Antwort kam aber lediglich:
Sehr geehrter Kunde,
anbei erhalten Sie einen Rücksendeschein. Bitte kontaktieren Sie UPS (01805 882 663) und vereinbaren Sie einen Termin zur Abholung. Alternativ können Sie die Abholung auch online veranlassen. Sehen Sie nachstehenden Link:
https://wwwapps.ups.com/pickup/schedule?loc=de_DE&WT.svl=PNRO_L1
Legen Sie eine Kopie der Rechnung, die Original Garantiekarte (Warranty Booklet), eine kurze Fehlerbeschreibung und Ihre Anschrift dem Paket bei.
Vielen Dank!
Äh… okay?!? Warum bezieht man sich nicht auf meine Anfrage?
Wie dem auch sei, ich versende die Kamera nun noch einmal und hoffe, dass sie nicht zu lange unterwegs sein wird. Ich vermute jedoch, dass daraus nichts wird, denn wahrscheinlich versenden jetzt sehr viele X10- und X-S1-Käufer ihre Kameras, da dies ja nun die schon im März 2012 angekündigte Aktion ist. FujiFilm wird voraussichtlich einiges zu tun bekommen.
Nachtrag: Keineswegs hat die Aktion lange gedauert. Bereits knapp 2 Wochen später habe ich eine neue Kamera von FujiFilm in Händen halten können. Alle Aufregung umsonst. Dennoch… das hätte man auch einfacher haben können. Aber trotzdem: Danke FujiFilm!










Tja, das ist sicher ärgerlich. Von Service haben manche Firmen leider noch nicht wirklich was gehört. Das größte Problem bei den Firmen ist sicherlich, dass die linke Hand nicht weiß was die rechte Hand macht. Bedeutet: jedes mal ein anderer Ansprechpartner und schlechte Dokumentation. Ich arbeite selber im (IT-) Service und weiß wie wichtig eine gute Dokumentation für die Kollegen ist. Wenn das nicht klappt, dann gehts den Kunden so wie Dir..
Gruß,
Florian
Hallo Florian,
so sehe ich das auch. Bei meiner Angelegenheit finde ich zudem traurig, dass die E-Mails gemäß der Signatur immer vom gleichen Sachbearbeiter kamen, dieser demnach seine Hände nicht in Unwissen reiben sollte. Meine letzte E-Mail hat derjenige wohl auch schlichtweg nicht gelesen, sondern als Bestätigung meiner Adresse aufgefasst. Überlastet?
LG vom Jochen
man sollte einfach nix mehr kaufen …
Häufig werden so “teure” Bereiche (wie CRM, Hotline etc.) ausgelagert, um KOsten zu sparen (oder mit Billligkräften bestückt, die nicht wissen, was sie tun. Dann gibt es auf Stanfardfragen nur noch Standardantworten – Textbausteine, die möglichst nichts aussagen, um stets “unschuldig” zu sein. Das Ergebnis erlebst du gerade – und Millionen anderer
wehe, du musst in Deutschland den Service in Anspruch nehmen, da lernst du die Qualität einer Marke erst richtig kennen
ein essentielles Problem ist und bleibt imho der Einsatz von winzigen Bildsensoren mit teils sehr hohen Auflösungen, da sind die berüchtigten Fehler eigentlich schon vorprogrammiert, Digitalkameras werden imho auch heute noch in sehr kurzen Produktzyklen auf den Markt geworfen, das fehlerbereinigte Upgrade ist dann oft ein Nachfolgemodell, wenn es, so scheint es mir, nach dem Willen diverser Hersteller geht, sammelt man im Laufe der Jahre Digicams wie Pfandflaschen, mit dem Unterschied, dass Pfandflaschen zeitlich unbegrenzt für kleines Geld wieder zurück gegeben werden können;-)
in diesem Sinne: fröhliches Sammeln
Nachtrag: Die neue Aktion dauerte rund 1 Woche, siehe Feed:
Jochen hat kürzlich geposted… FujiFilm X10: Alles neu macht der Mai