Die Grundeinstellung meiner FujiFilm X10

Bereits das persönliche Setting im Aufnahme-Menü der Kamera kann ein wenig dazu beitragen, was das unbearbeitete Resultat der Fotos anbelangt. Der Hersteller setzt sogenannte Standard-Settings ein, welche wohl den meisten Knipsern zusagen und die auch über das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen wiederhergestellt werden können.

Kurz nachdem ich den Artikel über meine Fotos vom Sommerurlaub veröffentlicht hatte, schrieb mich ein Leser an und bat mich darum, meine Settings zu verraten. Da diese kein Geheimnis sind, mache ich das sehr gerne. Womöglich interessiert das noch andere Leser, von daher mache ich das nun öffentlich (Firmware-Stand V1.03).

FujiFilm X10; Aufnahme-Menü 1/4

X10: Aufnahme-Menü 1/4

FujiFilm X10; Aufnahme-Menü 2/4

X10: Aufnahme-Menü 2/4

Den Wert für die Lichtempfindlichkeit passe ich den Lichtgegebenheiten an, aber meistens steht er auf ISO 100. Als Bildgröße wähle ich L 4:3. Das ist das Maximum, was die Kamera an Größe und Bildformat verarbeiten kann und ich möchte den kompletten Umfang nutzen; einen Bildschnitt auf 3:2 kann ich auch noch später in der Bildbearbeitung durchführen. Für die Bildqualität nutze ich die Einstellung F (Fine), um durch niedrigere Kompression die höhere Qualität zu erreichen.

Beim Dynamikumfang (Dynamic Range, DR) überlasse ich der Kamera die Entscheidung und daher steht dieser Wert auf AUTO. Wichtig zu wissen ist, dass die Kamera erst ab ISO 400 mit der AUTO Funktion des Dynamikumfangs arbeiten kann. Wenn die Kamera fest auf ISO 100 – wie bei mir in den meisten Fällen – oder ISO 200 steht, kann sie nur mit DR 100% arbeiten. „Es werden dann die gemessenen Belichtungsparameter bei unveränderter, voreingestellter Empfindlichkeit verwendet. Die Kamera nutzt den gesamten Kontrastbereich des Sensors für die Bildaufzeichnung. Ein JPEG Foto wird entsprechend der voreingestellten Parameter für Schatten und Lichter aus den RAW-Daten entwickelt. Bei eventuell überbelichteten Spitzlichtern geht Zeichnung verloren, weil Farbtöne nicht rekonstruiert werden, sofern auch nur einer der drei Farbkanäle in Sättigung (Überbelichtung) gegangen ist. D.h. JPEGs könnten ausgefressen sein. Bei RAW-Dateien lassen sich in der Nachbearbeitung die Spitzlichter noch in einem gewissen Umfang retten.“ (Hinweise von arjay)

FujiFilm X10; Aufnahme-Menü 3/4

X10: Aufnahme-Menü 3/4

FujiFilm X10; Aufnahme-Menü 4/4

X10: Aufnahme-Menü 4/4

Die Filmsimulation lasse ich auf dem Standardwert PROVIA, dieser scheint mir die Farben am natürlichsten wiederzugeben. FujiFilm selbst schreibt, dass dieses Setting „für natürliche, neutrale Tonwerte“ ausgelegt ist. Aus gleichen Beweggründen steht der Menüpunkt Farbe auch auf STD (Standard).

Bei den Werten für die Schärfe, Ton Lichter (Anpassung der Durchzeichnung in den Spitzlichtern), Schattier. Ton (Anpassung der Durchzeichnung in den Schattenbereichen) und der Rauschreduktion habe ich mich an den Einstellungen der FujiFilm X-Pro 1 von Martin Hülle orientiert. Martin erklärt in seinem Artikel die Gründe für diese gewählten Optionen. Da diese für mich nachvollziehbar sind, vertraue ich ihm an dieser Stelle. Letztlich sollte aber jeder seine eigene Erfahrung machen und ein wenig mit den möglichen Parametern rumspielen.

Der Weißabgleich steht auf AUTO. Da ich in aller Regel meine Fotos im RAW-Format speichere, bleibt mir nachträglich in Adobe Lightroom noch die Möglichkeit, einen manuellen Weißabgleich vorzunehmen.

Als Farbraum nutze ich sRGB, da ich den erweiterten Adobe RGB Farbraum nicht benötige.  Nur wenn man den CMYK-Farbraum der professionellen Druckerverfahren voll ausnutzen will, kann Adobe RGB nützlich sein.

Hier noch mal alle Einstellungen meiner FujiFilm X10 in der Übersicht:

ISO: 100 (je nach Lichtsituation)
Bildgröße: L 4:3
Bildqualität: F(ine)
Dynamikbereich: AUTO
Filmsimulation: PROVIA (Standard)
Farbe: STD
Schärfe: MWEICH
Ton Lichter: MWEICH
Schattier. Ton: MWEICH
Rausch Reduktion: MNIED
Weißabgleich: AUTO
Farbraum: sRGB

Nachtrag, 15.12.2012:

Nach dem Update auf die Firmware Version 2.00 unterscheiden sich manche Einstellungen in der Darstellung; beispielsweise wird statt MWEICH in der Übersicht nur noch ein -1 angezeigt. Des Weiteren bin ich in letzter Zeit öfters mit der ISO-Einstellung „AUTO 800“ unterwegs. Hier kann dann auch der Dynamikbereich der Kamera zum Einsatz kommen, was bei ISO 100 nicht möglich war. Hier daher die aktuellen Parameter, wie sie bei mir im Einsatz sind:

ISO: AUTO 800
Bildgröße: L 4:3
Bildqualität: F(ine)
Dynamikbereich: AUTO
Filmsimulation: PROVIA (Standard)
Farbe: 0 (STD)
Schärfe: -1 (MWEICH)
Ton Lichter: -1 (MWEICH)
Schattier. Ton: -1 (MWEICH)
Rausch Reduktion: -1 (MNIED)
Weißabgleich: AUTO
Farbraum: sRGB

Sonstiges:
WG. AUUTO-DREH: AUS
Fn-TASTE: ISO (Standard)
RAW: RAW
STROM MANAGMENT: LCD-AUFHELLUNG

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Kommentare (3)

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  1. Du verlinkst ja hier auf einen meiner Blog-Beiträge, in denen ich meine erste Grundeinstellung der X-Pro1 darlege. Mittlerweile habe ich sie aber auch schon mit anderen Einstellungen benutzt (siehe hier: http://www.martin-huelle.de/blog/?p=4213). Z.B. gefällt mir die Filmsimulation PROVIA nicht mehr so gut – die ist etwas flach. Da nehme ich jetzt lieber ASTIA, der zwar als Weich angepriesen wird, aber doch mehr Pepp hat (und fahre dann z.T. die Sättigung wieder etwas runter). In Zukunft werde ich da noch weiter experimentieren und immer mal wieder andere Grundeinstellungen nutzen. Werde die dann auch immer mal wieder bei mir im Blog erläutern.

    • Jochen sagt:

      Hallo Martin,

      das macht doch die Sache interessant – testen und umdenken, wenn man meint, etwas besseres gefunden zu haben. Und ich muss ja auch nicht immer deiner Meinung sein, von daher habe ich schon auf den richtigen Artikel verwiesen 😉

      LG vom Jochen

  2. phia sagt:

    Vielen Dank! Bin Anfängerin und mitten im Uralub waar die Kamera verstellt und alle Bilder sehr verwackelt. Deine Anleitung ist einfach zu verstehen und un sind meine Bilder gerettet !!!!! Ich bin super glücklich. gerne würde ich mehr Beiträge von dir sehen !:-) Vielleicht weißt du auch wie man die Milchstraße fotografieren kann so wie mit der sony alpha 6000? finde das für fuji nicht 🙁 Gaaanz liebe grüße !!!

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