Das Fotobuch von Saal Digital im Test

Wie bereits im letzten Jahr bietet die Firma Saal Digital eine Hilfsaktion für Kinder an. Das 21×28 cm große „Wir helfen“ Fotobuch mit Glanz-Cover gibt es zum ermäßigten Preis. Egal welche Oberfläche oder Seitenanzahl man wählt, man spart immer 14,95 €.

Da ich bislang meine Fotobücher bei CEWE produzieren ließ, die Fotos vom letzten Sommerurlaub aber immer noch auf weitere Verwendung warteten und ich auch mal einen anderen Hersteller testen wollte, bot sich diese Aktion förmlich an. Also ran an  die Arbeit.

Die Fotos lagen bereits fertig im JPEG-Format vor, da ich diese bereits im letzten Jahr mit Lightroom bearbeitet und konvertiert hatte. Hier musste ich also nicht mehr aktiv werden und konnte mich so direkt an das Designen des Fotobuches begeben. Wie auch CEWE bietet Saal Digital eine Software an, mit welcher dieses getan werden muss. Die Software aus dem Hause Saal Digital nennt sich „Saal Design Software“ und war bereits auf meinem Rechner installiert, da ich auch Ausbelichtungen bei Saal fertigen lasse. Nicht nur dort, aber auch.

Saal Design Software

Screenshot der Saal Design Software

Nach dem Upgrade der Sofware ging es dann auch schon los. Man findet sich recht schnell darin zurecht. Links wählt man über den Dateibrowser das gewünschte Quellverzeichnis mit den Fotos aus, rechts werden einem verschiedene anpassbare Layouts für die Seiten, Cliparts, Hintergründe,  und diverse Werkzeuge wie Rahmen, Masken, Effekte, Filter, Ebenenbearbeitung und Größen- und Ausrichtungsoptionen angeboten. Natürlich lassen sich auch Texte einbinden. Eigene Layouts kann man speichern und auf anderen Seiten verwenden. Das bietet sich an, wenn die vorgefertigten Layouts immer wieder angepasst werden müssen. Ich habe diese Option nicht benötigt, da fast alle Seiten individuell gestaltet werden sollten. Ich mag die Vielfalt und nicht den Einheitsbrei, wie er in den zusammengeklebten Fotobüchern der „Vorzeit“ immer wieder zu sehen war. Da alle meine Fotos bereits mit Adobe Lightroom bearbeitet waren, habe ich die Bildverbesserung für das gesamte Projekt deaktiviert.

Saal Digital: Das fertige Fotobuch

Das fertige Fotobuch

Letzten Endes benötigte ich rund 4 Stunden, um das Fotobuch als Projekt in der Software fertigzustellen. 46 Seiten sollten es am Ende sein. Da kommt dann doch schnell mehr zusammen, als man sich vorgenommen hat. Aber ich mag zu kleine Fotos in Fotobüchern nicht, man soll schon etwas erkennen können. Und so kommt es dann auch schon mal vor, dass ich auf einer Doppelseite nur ein Bild unterbringe.

Bezüglich der Bedienung und den Möglichkeiten der Saal Design Software bin ich zwiegespalten. Einerseits ist die Bedienung recht intuitiv, andererseits meine ich, dass CEWE mit der Software „Meine CEWE Fotowelt“ im direkten Vergleich die Nase vorne hat. Es kann aber auch sein, dass mich das Gefühl täuscht, da ich schon mehrere Fotobücher mit CEWE erstellt habe und mich mit der Bedienung dieser Software besser auskenne. Und ich möchte nicht verschweigen, dass ich dabei auch schon einige Schwierigkeiten hatte, insbesondere mit den älteren Versionen; das ist aber ein anderes Thema.

Saal Digital: Buchseiten

Buchseiten Bsp. 1

Noch ein paar Worte zur Qualität der Saal Digital Fotobücher. Die Cover werden laut Hersteller in Handarbeit und nicht maschinell mit den Buchblöcken „verheiratet“. Der Innenteil wird nicht gedruckt, sondern auf hochwertigem Fotopapier belichtet. Okay, zumindest letzteres bietet CEWE neben hochwertigem Digitaldruck und Hochglanzveredelung auch an.

Mein Saal Digital Fotobuch musste das Glanz-Cover haben, da die Aktion „Wir helfen“ kein anderes Cover zulässt. Lediglich beim Fotopapier kann man wählen. Entweder HD  (hochglänzend) oder matt (seidenmatt). Die HD Variante ist 5 € teurer. Da ich Fingertatschen auf Fotos nicht mag, entschied ich mich für das seidenmatte Papier, auch wenn glänzende Fotos eine höhere Brillanz zeigen.

Samstags sendete ich mein Fotobuch Projekt über den Online-Weg an Saal Digital. Bereits am Montagabend bekam ich eine Versandnachricht per E-Mail – das nenne ich schnell. Und am Mittwoch hielt ich das Buch in Händen. Zur Verpackung muss ich sagen, dass sie perfekt war. Das Buch wurde zunächst in eine Klarsichtfolie eingeschweißt, dann in ein dünnes, gepolstertes Material unbekannten Namens gewickelt und letztendlich in einem Pappkarton mit Aufreißverschluss verpackt. Mehr geht sicherlich noch, aber es muss nicht sein.

Reklamation

Reklamation

Trotz der tollen Verpackung bemerkte ich am Rand des Buches  einen seitlichen Eindruck. Ich kann mir vorstellen, dass das beim Einpacken in der Versandabteilung  oder bei der Herstellung passiert ist. Nicht so schlimm, darüber kann man hinweg schauen. Beim Durchblättern vernahm ich jedoch ein Knistern, was mich nicht positiv stimmte. Meine Familie schaute sich das Fotobuch dann auch mehrfach an und ich musste leider einen zweiten Mangel feststellen. Die letzte ausbelichtete Seite löste sich bereits vom Hardcover. Das störte mich nun doch und daher entschied ich mich, die beiden hier genannten Probleme zu reklamieren.
Vom Support kam am nächsten Tag eine knappe Antwort: „Hallo, wir haben Ihren Auftrag als Reklamation erneut eingestellt. Die neue Auftragsnummer lautet: 011206180xxxxxx.“ Noch am selben Tag kam die Versandnachricht. Es ist doch erstaunlich, wie schnell solch ein Fotobuch inklusive aller Arbeitsschritte hergestellt werden kann.

Fazit

Seit dem ersten Durchblättern bin ich sehr angetan von den Farben der Fotos. Das Ergebnis ist das, was ich erwartet habe. Auch die Fotos, die über zwei Seiten hinaus gehen, machen sich gut und die Falz durch die Buchmitte stört nicht. Gut finde ich, dass auch die erste und letzte Buchinnenseite gestaltet werden kann. Diese Möglichkeit bieten nicht alle Hersteller. Rein äußerlich kann ich keinen großen Unterschied zu den CEWE Fotobüchern feststellen und bezeichne das Hardcover als stabil und hochwertig.

Die Mängel, welche ich hier beschrieben habe, sind natürlich nicht erfreulich. Über die Macke am Buchrand würde ich – wie bereits geschrieben – hinweg sehen, auch wenn so etwas nicht sein muss und bei der Endkontrolle auffallen sollte. Das beginnende Ablösen der letzten Buchseite stört mich jedoch sehr. Ich hoffe, dass das zweite, durch Reklamation nachgelieferte Fotobuch länger hält. Dem Support spreche ich ein Lob für die zügige und unkomplizierte Abwicklung aus.

Preislich siedelt  Saal Digital seine Fotobücher im mittleren Preissegment an. Bei CEWE würde man keine 46 Seiten bekommen; es müssten entweder 42 oder 50 Seiten sein (zu 46,44 € oder 52,44 € inkl. Versand/Bearbeitungsgebühr). Das Saal Digital Fotobuch hat mich mit der Rabattaktion nur 37,95 € gekostet. Der normale Preis würde sich jedoch gemäß aktueller Preisliste auf 52,90 € belaufen.

Über den Autor

Inhaber und Admin dieser Website. Fotografie ist (m)eine Leidenschaft und diese möchte ich auf diesem FotoBlog mit meinen Lesern teilen. Gerne nehme ich Hinweise und Anregungen entgegen. Schreibt mich bitte über das Kontaktformular an.

Kommentare (4)

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  1. Giulia sagt:

    Hey Jochen,

    Vorab : tolle Fotos 🙂 Würdest du Salzburg als Ausflugsort weiter empfehlen??

    Dennoch schade, dass das Fotobuch nicht direkt bei der ersten Lieferung einwandfrei angekommen ist, meistens dauert es danach ewig bis mal eine Anwort auf eine Reklamation kommt… Hat denn danach alles geklappt?Also hast du dann ein Neues bekommen?

    Ich hatte bei meinem Fotobuch zum Glück keine Mängel feststellen können und wie du war ich von den Farben begeistert 🙂 Ich finde die Bilder sehen fast haargenau aus wie auf meinen Digitalfotos.
    Bist du eigentlich einfach so auf Saal Digital gestoßen?

    Ich z.B. hab mich vorher im Internet und bei Freunden informiert, weil es ein Geschenk werden sollte 🙂 Bei http://www.fotobuchberater.de und auf einem Erfahrungsbericht bei http://tr-foto.de/news/fotobestellung-bei-saal-digital-de/ , denn die schreiben auch über sehr gute Qualität von Saal Digital 🙂

    Aber würdest du Salzburg als Ausflugsort weiter empfehlen??
    LG Giulia 🙂

    • Jochen sagt:

      Salzburg als Ausflugsort ist sicherlich einen Tag wert. Ich finde die Stadt und die Sehenswürdigkeiten sehr schön.

      Die Abwicklung der Reklamation verlief sehr schnell. Bereits zwei oder drei Tage später hatte ich das neue Buch.

      Wie ich in meinem Artikel schrieb, bin ich nicht „einfach so auf Saal Digital gestoßen“. Ich hatte dort bereits vorher einige Ausbelichtungen in Auftrage gegeben.

      LG vom Jochen

  2. Marius sagt:

    @ Giulia

    Saal Digital ist seit Jahren ein (geheim???-) Tipp unter Fotografen. Ich nutze seit langem den PDF Service des Anbieters, da ich meine Bücher mit einem Photoshop Plugin gestalte. Gute Noten hagelt es regelmäßig von http://www.digitalphoto.de, http://www.fotobuch-anbieter.com (Hier der Testsieg 2012), http://www.fotomagazin.de – diese Liste könnte man endlos fortsetzen. Bindung und Qualität der Belichtung ist großartig und kein Vergleich zum Druck. Das soziale Engagement des Anbieters finde ich außerdem großartig und habe die Aktion „wir helfen“ auch bereits durch 2 Orders unterstützt.

    @ Jochen

    Deinen Eindruck kann ich voll und ganz bestätigen. Anfangs bin ich ein wenig beim Seitenpreis zurückgeschreckt, wenn man halt die Preise vom Digitaldruck im Kopf hat. Aber Saal ist defintiv jeden Cent mehr wert. Die Farbtreue ist grandios – beim Druck erlebt man da ja produktionsbedingt manchmal sein wahres Wunder, was da herauskommt.

  3. Dirk sagt:

    Es lohnt sich auf die Emails von Saal, Cewe und Pixum anzumelden. Da tauchen schon Unterschiede von Über 5 EUR für das gleiche Buch auf. Vergleichen lohnt sich.

    Die Qualität ist auch Vergleichbar, da kann man heuzutage kaum ein Fehler machen, egal bei wem ein Buch bestellt wird.

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