Bildbearbeitung Paint Shop Pro Photo

Jeder, der sich intensiver mit dem Thema Fotografie beschäftigt, wird seine Bilder früher oder später auch am PC bearbeiten wollen. Der eine „nur hier und da ein wenig“, der andere so intensiv, dass man das Original kaum noch wiedererkennt. Es stellt sich zunächst immer die Frage, mit welcher Software man zum gewünschten Ziel kommen möchte.

Frage ich bei Bekannten aus der befreundeten Fotografie-Szene nach, bekommt man meistens die Antwort „Photoshop“, „Lightroom“ oder aber auch „Photoshop Elements“. Diese drei Produkte der Firma Adobe sind sowohl für Windows als auch für Apple Macintosh Betriebssysteme erhältlich (Photoshop Elements nur für Windows Betriebssysteme). Während Photoshop als Zielgruppe die Fotografen und Printdesigner anvisiert, peilt Adobe mir dem wesentlich günstigeren Lightroom Berufsfotografen und ambitionierte Hobby-Fotografen an. Photoshop Elements soll seine Stärken bei den Hobby-Fotografen und -Filmern ausspielen. Jedes dieser Adobe Programme hat seine Daseinsberechtigung. Dennoch nutzen sehr viele Hobby-Fotografen Photoshop, da diese Software Branchenstandard ist.

Selten bekomme ich auf meine Frage als Antwort „Paint Shop Pro“ (PSP). Dieses Produkt wurde seit 1992 zunächst von der Firma Jasc Software entwickelt und vertrieben. Im Jahr 2004 wurde Jasc von der Firma Corel übernommen. Ein Jahr später brachte Corel mit Corel Paint Shop Pro X (das X als römische Zahl für Version 10) die erste eigene Paint-Shop-Pro-Version auf den Markt. Erst seit der Version XI heißt das Produkt Corel Paint Shop Pro Photo. PSP ist nur für Windows Betriebssysteme erhältlich. Das grenzt die Zahl der potentiellen Käufer ein, zumal viele Bildbearbeiter mit Apple Macintosh Rechnern arbeiten. Netzwelt.de schreibt in einem Online-Artikel:

Corel Paint Shop Pro Photo ist eines der sehr wenigen Fotobearbeitungsprogramme, welches mit seiner Funktionalität dem Topkandidaten Adobe Photoshop das Wasser reichen kann. Während Adobe zahlreiche Extras bieten kann, trumpft Paint Shop mit seiner Vektorbearbeitung, sowie dem extrem günstigeren Preis auf. Weiterhin ist die Software ebenfalls mit PSD-Dateien von Photoshop kompatibel, die sich problemlos öffnen und abspeichern lassen.

Screenshot Corel Paint Shop Pro Photo X2

Screenshot Corel Paint Shop Pro Photo X2

Ich habe mich schon früh für PSP entschieden. Die Version 7, damals noch von Jasc, erwarb ich vor einigen Jahren. Damals benötigte ich die Software vorrangig für kleinere Grafikarbeiten, welche ich insbesondere für Web-Applikationen benötigte. Seitdem ich mich nun seit November 2008 mit einer Spiegelreflexkamera beschäftigte und auch entstandene Fotos bearbeiten wollte, kam ich mit PSP 7 schnell an die Grenzen der Software. Ein Upgrade auf eine Corel-Version war nicht möglich, so kaufte ich mir die Vollversion Corel Paint Shop Pro Photo X2 Ultimate, welche sogar preiswerter als das preisgünstigste Adobe Produkt war (und heute auch noch ist!) Der Ultimate-Version liegen weitere Tools zur Bildoptimierung und -verfremdung bei. Zudem wurde der „Background Remover“ verbessert, ein Werkzeug für das Freistellen von Objekten. Seit Januar 2010 gibt es nun schon die Version X3. Ob ich ein Upgrade kaufen werde, weiß ich heute noch nicht, da ich mich mit den Neuerungen noch nicht beschäftigt habe.

Über den Autor

Inhaber und Admin dieser Website. Fotografie ist (m)eine Leidenschaft und diese möchte ich auf diesem FotoBlog mit meinen Lesern teilen. Gerne nehme ich Hinweise und Anregungen entgegen. Schreibt mich bitte über das Kontaktformular an.

Kommentare (2)

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  1. Daniel sagt:

    PSP hat gegenüber PSE auch einige Vorteile, denn dort sind fast alle Funktionen auch bei 16Bit Farbtiefe erreichbar, bei PSE fast alles ausgegraut. Weiterhin arbeiten mit PSP auch die meisten Plugins für PS zusammen (Nik, Topaz etc). Da gibt es eigentlich nichts zu meckern und für rd 90€ bekommt man ein sehr gutes Bildbearbeitungsprogramm. Man sollte mal prüfen, wie stark sich die Tutorials von PS auf PSP umsetzen lassen…

  2. Stefan sagt:

    Ich arbeite seit der Version 5 mit PSP und komme erst heute an die Grenze des Programms (Version XI). Die Aufbereitung von mit der Kamera abfotografierter Negative aus alter Zeit ist teilweise schlecht reproduzierbar. Vielleicht gibt es hier einmal ein paar Hinweise zur Übertragung analoger Farbnegative in die digitalte Welt mit PSP?

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